Welche Fotos braucht deine Website wirklich? Ein Leitfaden

Die meisten Website-Projekte starten mit Texten, Farben und Menüpunkten. Die Bilder kommen oft erst ganz am Ende, und dann wird schnell auf das zurückgegriffen, was gerade da ist: ein paar Handyfotos, ein altes Teambild, Stockfotos. Dabei sind Fotos für die Website das Erste, was Besucher*innen wahrnehmen, noch bevor sie ein einziges Wort gelesen haben.

Als Fotograf, der seit über 15 Jahren auch im Marketing unterwegs ist, sehe ich beide Seiten: wie Bilder entstehen und wie sie später auf einer Seite wirken müssen. In diesem Leitfaden zeige ich dir, welche Bilder deine Website wirklich braucht, wie du sie planst und worauf du technisch achten solltest.

Warum eigene Fotos für die Website so wichtig sind

Bilder schaffen Vertrauen. Wer auf deiner Website echte Menschen, echte Räume und echte Produkte sieht, bekommt ein Gefühl dafür, mit wem er es zu tun hat. Stockfotos können das nicht leisten, im Gegenteil: Wer das gleiche lächelnde Team schon bei drei anderen Firmen gesehen hat, verliert schnell das Vertrauen.

Eigene Bilder zeigen, was dich besonders macht. Sie transportieren deine Haltung, deine Atmosphäre und deine Qualität. Gerade für lokale Unternehmen in München, die mit persönlichem Service punkten, ist das ein echter Vorteil.

Aus meiner Zeit im Einzelhandel weiß ich, wie sehr der erste Eindruck zählt, im Laden genauso wie online. Eine Website ist im Grunde dein Schaufenster. Wie ich Unternehmen dabei unterstütze, passende Bilder dafür zu bekommen, siehst du auf meiner Seite zur Unternehmensfotografie in München.

Welche Fotos für die Website du Seite für Seite brauchst

Nicht jede Website braucht dieselben Bilder, aber die meisten Seiten folgen einem ähnlichen Aufbau. Hier ist ein Überblick, der dir als Grundlage für die Planung dienen kann.

Startseite

Die Startseite braucht ein starkes Eröffnungsbild, oft als großes Bild im oberen Bereich. Es sollte auf einen Blick zeigen, worum es bei dir geht: dein Team in Aktion, dein Produkt, dein Laden, deine Arbeit. Achte darauf, dass es genug ruhige Fläche für eine Überschrift gibt.

Über uns

Hier geht es um Menschen. Porträts der Geschäftsführung, ein Teamfoto und Bilder aus dem Arbeitsalltag machen dein Unternehmen nahbar. Wer dich kontaktiert, möchte wissen, wer am anderen Ende sitzt.

Leistungen oder Produkte

Jede Leistung sollte ein Bild bekommen, das sie greifbar macht. Bei Dienstleistungen können das Situationen aus Projekten sein, bei Produkten saubere Produktfotos und Bilder im Einsatz.

Kontakt

Ein freundliches Porträt der Ansprechperson oder ein Bild vom Eingang senkt die Hemmschwelle, sich zu melden, und hilft Gästen, dich vor Ort zu finden.

Karriere

Wenn du Mitarbeitende suchst, zeig, wie es bei dir aussieht. Echte Arbeitssituationen und Teammomente sagen mehr als jede Stellenbeschreibung.

Blog und News

Für Beiträge brauchst du laufend neue Bilder. Hier lohnt sich ein Vorrat an vielseitigen Motiven, die du immer wieder einsetzen kannst.

Eine Shotlist für deine Website erstellen

Am besten planst du alle Website-Bilder in einem Shooting. So entsteht ein einheitlicher Look, und du sparst Zeit. Eine typische Shotlist für Website-Fotos umfasst:

  • Ein bis zwei Eröffnungsmotive mit Freiraum für Text
  • Porträts der wichtigsten Ansprechpersonen
  • Ein Teamfoto, wahlweise gestellt oder locker
  • Arbeitssituationen zu jeder Leistung
  • Detailaufnahmen von Materialien, Werkzeugen oder Produkten
  • Außenansicht und Eingangsbereich
  • Räume mit Atmosphäre, Büro, Werkstatt, Verkaufsfläche, Gastraum

Sprich am besten vorher mit deiner Webdesignerin oder deinem Webdesigner, welche Formate und Seitenverhältnisse gebraucht werden. Das spart später mühsames Zuschneiden.

Formate und Bildausschnitte richtig planen

Websites werden auf großen Bildschirmen und auf Smartphones angeschaut. Ein Bild, das am Desktop im Querformat großartig aussieht, kann auf dem Handy so beschnitten werden, dass das Wichtigste fehlt.

Ich fotografiere Website-Motive deshalb oft mit etwas mehr Raum um das Hauptmotiv herum. So bleibt Spielraum für verschiedene Ausschnitte. Bei wichtigen Motiven lohnt es sich, gleich eine Quer- und eine Hochformatversion zu machen. Das hilft auch, wenn du dieselben Bilder auf Social Media verwenden möchtest.

Technik: Bilder schnell und auffindbar machen

Gute Bilder nützen wenig, wenn sie die Website verlangsamen. Große Dateien verlängern die Ladezeit, und das merken deine Besucher*innen und Suchmaschinen gleichermaßen. Achte deshalb auf diese Punkte:

  1. Bildgröße anpassen: Lade Bilder nicht in voller Kameraauflösung hoch, sondern in der Größe, in der sie tatsächlich angezeigt werden.
  2. Komprimieren: Moderne Formate und eine sinnvolle Komprimierung reduzieren die Dateigröße deutlich, ohne dass die Qualität sichtbar leidet.
  3. Sprechende Dateinamen: Statt „IMG_4711.jpg“ lieber „teamfoto-schreinerei-muenchen.jpg“.
  4. Alternativtexte: Beschreibe in kurzen Worten, was auf dem Bild zu sehen ist. Das hilft Menschen mit Screenreadern und Suchmaschinen.
  5. Einheitlicher Look: Bilder mit ähnlicher Farbstimmung und Bearbeitung lassen die Website ruhiger und professioneller wirken.

Ich liefere die Bilder in Lightroom bearbeitet und auf Wunsch in verschiedenen Größen, damit sie direkt eingesetzt werden können.

Wie viele Bilder brauchst du wirklich?

Meist weniger, als du denkst, aber mehr, als du gerade hast. Statt eine Website mit Bildern vollzustopfen, lohnt es sich, wenige, aber starke Motive gezielt einzusetzen. Wichtig ist, dass jede zentrale Seite ein eigenes, passendes Bild hat und du einen kleinen Vorrat für Aktualisierungen besitzt.

Plane außerdem, deine Bilder regelmäßig zu erneuern. Teams verändern sich, Räume werden umgebaut, Angebote wachsen. In Unternehmen stelle ich oft fest, dass die vorhandenen Bilder schon einige Jahre alt sind und gar nicht mehr zeigen, wie es heute aussieht.

Häufige Fragen

Kann ich für meine Website auch Stockfotos verwenden?

Für abstrakte Themen oder Hintergründe können Stockfotos eine Ergänzung sein. Für alles, was dein Unternehmen, dein Team und deine Leistungen zeigt, sind eigene Bilder deutlich überzeugender.

Sollte das Shooting vor oder nach dem Webdesign stattfinden?

Ideal ist es, wenn das Konzept steht und klar ist, welche Bilder und Formate gebraucht werden. Dann kann das Shooting gezielt geplant werden, bevor die Seiten final gestaltet werden.

Kann ich die Website-Fotos auch für Social Media nutzen?

Ja, wenn das in den Nutzungsrechten vereinbart ist. Mit Quer- und Hochformatversionen der wichtigsten Motive bist du für beide Kanäle gut aufgestellt.

Bilder, die zu deiner Website passen

Deine Website ist oft der erste Eindruck, den Menschen von dir bekommen. Wenn du dafür Bilder brauchst, die zeigen, wer du wirklich bist, findest du alle Infos auf meiner Seite zur Fotografie für Unternehmen. Schreib mir, was du planst, ich unterstütze dich bei der Planung und beim Shooting vor Ort.