Die meisten Menschen, die ich für Businessfotos in München vor der Kamera habe, sagen in den ersten fünf Minuten denselben Satz: „Ich bin total unfotogen.“ Meistens stimmt das nicht. Was fehlt, ist selten das Gesicht, sondern ein Plan. Wer weiß, wofür die Bilder gebraucht werden, was er oder sie anziehen will und wie der Termin abläuft, steht deutlich entspannter da. Und genau das sieht man später auf den Fotos.
Ich fotografiere seit über zehn Jahren Menschen bei der Arbeit, auf Events und in ihren Unternehmen. Eines hat sich dabei immer wieder bestätigt: Die Qualität eines Business-Shootings entscheidet sich zu einem großen Teil, bevor überhaupt die Kamera ausgepackt wird. Im Folgenden zeige ich dir, wie du dich sinnvoll vorbereitest, egal, ob es um ein einzelnes Porträt für dein LinkedIn-Profil geht oder um Bilder für die neue Website deines Teams.
Erst das Ziel, dann das Shooting
Bevor wir über Blazer und Hintergründe sprechen, steht eine Frage im Raum: Wo sollen die Bilder später auftauchen? Ein Foto für die Über-uns-Seite braucht eine andere Wirkung als ein Bild für eine Pressemitteilung oder für deinen Instagram-Kanal. Je klarer du das vorher weißt, desto gezielter können wir fotografieren.
Hilfreich ist eine kurze Liste mit allen geplanten Einsatzorten. Typische Kandidaten sind:
- Website (Über-uns-Seite, Teamseite, Startseite mit viel Platz für Text)
- LinkedIn-Profil und Beiträge
- Pressebereich und Vorträge
- Social-Media-Kanäle des Unternehmens
- Print, etwa Flyer, Broschüren oder Messewände
Aus dieser Liste ergeben sich Formate. Für eine Website-Startseite brauchst du oft ein Querformat mit freier Fläche, für Instagram eher Hochformate. Wenn ich das vorher weiß, plane ich die Bildausschnitte entsprechend, und du musst später nichts zurechtschneiden, was eigentlich nicht passt.
Die richtige Location für Businessfotos in München
Ich fotografiere grundsätzlich bei meinen Kund*innen vor Ort. Das hat einen einfachen Grund: Dein Büro, deine Werkstatt oder dein Laden erzählen mehr über dich als jede neutrale Studiowand. Ein Besprechungsraum mit Blick über die Stadt, eine helle Ecke mit Pflanzen oder ein Stück Produktion im Hintergrund machen aus einem austauschbaren Porträt ein Bild, das zu deinem Unternehmen gehört.
Geh vor dem Termin einmal bewusst durch deine Räume und achte auf drei Dinge:
- Licht: Wo kommt viel Tageslicht rein? Große Fenster helfen enorm, denn ich arbeite hauptsächlich mit vorhandenem Licht.
- Ruhe: Gibt es Ecken, die nicht vollgestellt sind? Kabelsalat, Kartons und volle Pinnwände lenken ab.
- Charakter: Welche Orte zeigen, was ihr macht? Ein Werkzeug, ein Produkt oder eine typische Arbeitssituation kann viel transportieren.
Wenn du unsicher bist, mach ein paar Handyfotos und schick sie mir vorab. Damit können wir im Vorgespräch schon klären, welche Ecken funktionieren und wo wir etwas umräumen sollten.
Outfit: Was du anziehst, sagt mit
Kleidung ist das Thema, über das sich die meisten den Kopf zerbrechen. Dabei helfen ein paar einfache Faustregeln. Trag etwas, in dem du dich wohlfühlst und das zu deinem Arbeitsalltag passt. Wer im Alltag nie Krawatte trägt, wirkt damit auf Fotos schnell verkleidet.
Gedeckte, unifarbene Kleidung funktioniert fast immer. Kleine Muster, feine Streifen und sehr grelle Farben können auf Fotos unruhig wirken. Achte darauf, dass alles gebügelt ist und gut sitzt, das klingt banal, ist aber auf großen Bildern sofort sichtbar. Bring am besten zwei bis drei Varianten mit, dann können wir vor Ort entscheiden, was zum Hintergrund passt.
Für Teams lohnt sich eine kurze Absprache: Niemand muss gleich aussehen, aber eine grobe gemeinsame Farbwelt sorgt dafür, dass die Bilder auf der Teamseite später stimmig zusammenpassen.
Der Tag des Shootings: So läuft es entspannt
Plane mehr Zeit ein, als du denkst. Wer zwischen zwei Meetings schnell zum Fototermin hetzt, sieht genau so aus. Ein Puffer vorher und nachher nimmt viel Druck raus. Wenn mehrere Personen fotografiert werden, hilft ein einfacher Zeitplan, damit niemand ewig warten muss.
Ich starte meistens mit ein paar lockeren Aufnahmen, bei denen wir uns unterhalten. Das ist kein Smalltalk aus Verlegenheit, sondern Methode: Nach ein paar Minuten vergessen die meisten die Kamera, und genau dann entstehen die Bilder, die später genommen werden. Das zeigt sich bei Business-Shootings fast jedes Mal: Die besten Porträts entstehen nicht beim ersten, sondern beim zwanzigsten Auslösen.
Ein paar praktische Punkte für den Tag selbst:
- Wasser bereitstellen, Taschentücher und einen Spiegel in der Nähe haben
- Handys auf lautlos, damit niemand rausgerissen wird
- Kolleg*innen kurz informieren, dass in bestimmten Räumen fotografiert wird
- Eine Ansprechperson festlegen, die Entscheidungen treffen kann
Mehr als ein Porträt: Arbeitssituationen mitdenken
Ein klassisches Porträt ist wichtig, aber selten genug. Für Website und Social Media brauchst du auch Bilder, die zeigen, wie gearbeitet wird: ein Gespräch am Tisch, Hände an einem Produkt, ein Blick auf den Bildschirm, ein Lachen im Team. Solche Aufnahmen machen deine Kommunikation lebendig und lassen sich vielseitig einsetzen.
Überleg dir deshalb vorher zwei, drei Situationen, die typisch für deinen Alltag sind. Wir müssen nichts inszenieren, was es nicht gibt, im Gegenteil. Je echter die Situation, desto glaubwürdiger das Bild. Wenn du dir unsicher bist, was sich eignet, sprechen wir das im Vorgespräch durch. Mehr zu meinem Ansatz findest du auf der Seite zu meiner Fotografie für Unternehmen in München.
Nach dem Shooting: Auswahl und Bildlook
Nach dem Termin bekommst du eine Vorauswahl, aus der du deine Favoriten aussuchst. Die finale Bearbeitung mache ich in Lightroom, damit alle Bilder einen einheitlichen, natürlichen Look haben. Natürlich heißt dabei: Hautunreinheiten oder ein verirrtes Haar dürfen verschwinden, aber du sollst dich auf dem Foto wiedererkennen.
Kläre am besten vorab, wer bei euch die Auswahl trifft und in welchen Formaten die Bilder gebraucht werden. Dann geht es nach dem Shooting zügig weiter, und die Fotos landen dort, wo sie wirken sollen, statt in einem Ordner, den nie wieder jemand öffnet.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Business-Shooting?
Das hängt davon ab, wie viele Personen fotografiert werden und ob neben Porträts auch Arbeitssituationen entstehen sollen. Im Vorgespräch planen wir den Ablauf so, dass genug Zeit für entspannte Bilder bleibt.
Brauche ich professionelles Make-up?
Nicht zwingend. Für die meisten Businessfotos reicht es, wenn du so aussiehst wie an einem guten Arbeitstag. Ein mattierender Puder gegen Glanz ist oft schon hilfreich. Wenn du dich mit professionellem Make-up wohler fühlst, ist das natürlich eine gute Ergänzung.
Was ist, wenn das Wetter schlecht ist?
Da ich vor allem in deinen Räumen fotografiere, ist das Wetter weniger wichtig als bei Außenaufnahmen. Auch bei bewölktem Himmel gibt es weiches Fensterlicht, das für Porträts sehr schmeichelhaft sein kann.
Dein nächster Schritt
Gute Vorbereitung nimmt dir die Nervosität und sorgt für Bilder, die du gerne zeigst. Wenn du Businessfotos in München für dich oder dein Team planst, lass uns kurz sprechen: In einem kurzen Telefonat klären wir Ziel, Location und Ablauf. Alle Infos findest du auf meiner Seite zur Businessfotografie, ich freue mich auf deine Nachricht.



