Content Day: So holst du aus einem Tag maximal viel Content

8 Uhr: Kaffee, Kamera, Ablaufplan. 18 Uhr: Speicherkarten voller Material für die nächsten Wochen. So sieht im besten Fall ein Content Day aus, ein Tag, der komplett der Produktion von Fotos und Videos gewidmet ist. Statt jede Woche aufs Neue Inhalte zusammenzusuchen, bündelst du alles an einem Termin.

Das klingt einfach, ist aber eine Frage der Organisation. Ein schlecht geplanter Content Day endet mit hektischen Szenenwechseln, wartenden Mitarbeitenden und Material, das am Ende nicht zusammenpasst. Ein gut geplanter dagegen fühlt sich fast entspannt an, und liefert trotzdem deutlich mehr.

Hier zeige ich dir, wie du einen Content Day vorbereitest, wie du den Tag strukturierst und mit welchen Tricks du das Maximum herausholst.

Was ist ein Content Day, und für wen lohnt er sich?

Ein Content Day ist ein fest eingeplanter Produktionstag, an dem gezielt Inhalte für Social Media, Website und andere Kanäle entstehen. Er lohnt sich besonders für Unternehmen, die regelmäßig posten wollen, aber im Alltag wenig Zeit für spontane Drehs haben: Gastronomie, Einzelhandel, Dienstleister*innen oder Teams, die ihre Arbeitgebermarke zeigen wollen.

Der große Vorteil: Alle Beteiligten wissen, dass an diesem Tag gedreht wird. Räume sind vorbereitet, Produkte liegen bereit, Mitarbeitende haben sich darauf eingestellt. Das spart Zeit und Nerven.

Die Vorbereitung: Hier entscheidet sich der Content Day

Ein großer Teil der Arbeit passiert vor dem eigentlichen Tag. Diese Punkte gehören auf deine Liste:

  1. Themen und Formate festlegen: Welche Inhalte brauchst du in den nächsten Wochen? Plane in Serien, zum Beispiel drei Folgen „Hinter den Kulissen“ und zwei Produktvorstellungen.
  2. Shotlist schreiben: Jede Szene mit Ort, Format und beteiligten Personen.
  3. Zeitplan erstellen: Welche Szene wann? Sortiere nach Orten, damit ihr nicht ständig hin- und herlauft.
  4. Beteiligte informieren: Wer wird gebraucht, wann, und was sollte die Person anziehen?
  5. Requisiten und Produkte bereitstellen: Alles, was gezeigt werden soll, sollte griffbereit und vorbereitet sein.
  6. Einverständnisse klären: Wer gefilmt oder fotografiert wird, sollte zugestimmt haben. Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.

So strukturierst du den Tag

Ein Content Day funktioniert am besten in Blöcken. Ich teile den Tag gerne nach Orten und Lichtsituationen ein, weil ich hauptsächlich mit vorhandenem Licht arbeite. Ein mögliches Grundgerüst:

Vormittag: Ruhige Szenen und Porträts

Am Vormittag ist meist noch weniger los. Das ist ideal für Szenen, die Ruhe brauchen: Interviews, Statements von Mitarbeitenden, Detailaufnahmen von Produkten oder Räumen.

Mittag: Action und Betrieb

Wenn der Betrieb läuft, entstehen die lebendigsten Aufnahmen. In der Gastronomie ist das etwa der Mittagsservice, im Einzelhandel die Zeit mit Kundschaft im Laden. Hier filme ich viel Atmosphäre und echte Abläufe.

Nachmittag: Formate und Nachdrehs

Am Nachmittag ist Zeit für geplante Reel-Formate, Trends mit eigener Note und alles, was am Vormittag nicht geklappt hat. Ein Puffer gegen Ende des Tages nimmt viel Druck raus.

Tricks, mit denen du mehr aus deinem Content Day holst

Die folgenden Tipps haben sich in meiner Praxis bewährt:

  • Doppelt produzieren: Jede Szene als Foto und als Video aufnehmen, wenn möglich in mehreren Einstellungsgrößen.
  • Kleidungswechsel einplanen: Wenn Mitarbeitende zwischendurch ein anderes Oberteil anziehen, wirkt das Material später, als sei es an verschiedenen Tagen entstanden.
  • B-Roll sammeln: Kurze Clips von Details, Händen, Wegen und Atmosphäre sind die Grundlage für viele Reels.
  • Für Karussells denken: Serien von Fotos, die zusammen eine Geschichte erzählen. So entsteht mit wenig Mehraufwand ein zusätzlicher Beitrag.
  • Stories gleich mitnehmen: Ein paar spontane Clips vom Drehtag selbst eignen sich als Behind-the-Scenes.
  • Zwischendurch sichern: Speicherkarten regelmäßig kontrollieren, damit nichts verloren geht.

Auf Events bekommt man selten etwas ein zweites Mal. Deshalb plane ich auch bei Content Days die wichtigsten Szenen früh am Tag ein. Wenn später etwas schiefgeht, ist das Wesentliche schon im Kasten.

Nach dem Content Day: Material sinnvoll einsetzen

Die beste Produktion bringt wenig, wenn das Material danach ungenutzt auf einer Festplatte liegt. Nach dem Dreh bearbeite ich die Fotos in Lightroom und schneide die Reels in CapCut. Anschließend werden die Inhalte auf einen Redaktionsplan verteilt.

Plane bewusst Abwechslung ein und denk an das Timing: Laut Metricool entstehen rund 70 % der Views in den ersten 72 Stunden nach Veröffentlichung. Veröffentliche deshalb nicht zu viel auf einmal, sondern gib jedem Beitrag Raum. Wenn ein Format besonders gut ankommt, nimm es beim nächsten Content Day erneut auf.

Content Day selbst organisieren oder Profis buchen?

Einen Content Day kannst du grundsätzlich auch intern umsetzen, wenn dein Team Erfahrung mit Kamera und Schnitt hat. Viele Unternehmen entscheiden sich für professionelle Unterstützung, weil Planung, Dreh und Postproduktion zusammen viel Zeit und Know-how erfordern. Ich übernehme den kompletten Ablauf im Rahmen meiner Content-Produktion für Unternehmen und komme dafür zu dir vor Ort. Wenn dein Team selbst lernen will, Content Days zu planen und umzusetzen, sind meine Social-Media-Workshops eine gute Wahl.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich einen Content Day einplanen?

Das hängt davon ab, wie oft du postest und wie viel Material ein Tag liefert. Viele Unternehmen planen in regelmäßigen Abständen, etwa saisonal oder passend zu wichtigen Anlässen.

Muss das ganze Team dabei sein?

Nein. Es reicht, wenn die Personen, die vor der Kamera stehen, zu ihren Zeitfenstern verfügbar sind. Eine feste Ansprechperson für den ganzen Tag ist aber hilfreich.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Für Außenaufnahmen sollte es immer einen Plan B geben. Mit einer flexiblen Shotlist lassen sich Innenszenen vorziehen, ohne dass der Tag verloren ist.

Plan deinen ersten Content Day

Ein Content Day bringt Ruhe in deine Social-Media-Planung und liefert Material für Wochen. Du willst wissen, wie das in deinem Unternehmen aussehen kann? Dann wirf einen Blick auf meine Content-Produktion und melde dich, wir planen deinen Tag gemeinsam.